Deutsch-Albanische Lesung im Kulturzentrum Reichenstrasse, Quedlinburg

16.10.2012, 19.00 Uhr
Kulturzentrum Quedlinburg, Reichenstrasse 1

Mit André Schinkel, Gentian Çoçoli, Gerda Dalipaj und Eckehard Pistrick

Die Lesung lädt ein zu einer literarischen Begegnung mit Albanien – einem ebenso nahen wie fernen europäischen Land und eröffnet literarische Blicke jenseits der Klischees vom wilden Balkan. Es zeigt uns durch Innen- und Außenansichten ein Land im postsozialistischen Umbruch, ein Land der Widersprüche in dem die rebellischen Stimmen der Jugend viel zu selten zu hören sind. Weiterlesen →

Was ich in Predappio sah und hörte

Kurzer Besuch in Mussolinis Heimatstadt in der Emilia-Romagna

Im Hinterland der bekannten Touristenorte an der Adriaküste liegt inmitten malerischer Weinberge Predappio, eines jener verschlafenen italienischen Provinzstädtchen, in denen die Zeit gegen sich selbst mit Murmeln zu spielen scheint. Kaum ein Fremder würde sich wohl in dieses Abseits verirren, hätte nicht hier am 29. Juli 1883 Benito Mussolini das Licht der Welt erblickt. Bis heute überlagert dieses eine Ereignis alle anderen und prägt dem Städtchen sein Brandzeichen in die vermeintlich hinterwäldlerische Physiognomie. Weiterlesen →

Von Geistern und Kamerafallen – die Entdeckung eines Kaukasus-Leoparden

Kaukasischer Leopard in Armenien - (c) FPWC

Der Kaukasus-Leopard wurde in den armenischen Bergen lange Zeit mehr vermutet als beobachtet. Wiebke Zollmann berichtet von den Anstrengungen der deutsch-armenischen Umweltschutzorganisation FPWC, dem seltenen Tier angestammte Lebensräume im Südkaukasus wieder zu erschließen.

Im Jahr 2010 pachtete die armenische Umweltschutzorganisation FPWC (Foundation for the Preservation of Wildlife and Cultural Assets) 5.000 Hektar Land, das direkt an das staatliche Naturschutzreservat Chosrow grenzt. Ein privates Reservat neben dem staatlichen − Ruben Khachatryan, Gründer und Direktor der FPWC, erklärt: „Wir wollten dieses Gebiet schützen. In den letzten 15 Jahren sind dort zwei der extrem seltenen Kaukasus-Leoparden erschossen worden. Es war ein Eldorado für Wilderer, um Bezoar-Ziegen und armenische Mufflons zu jagen.“ Weiterlesen →

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Museum mal anders: Die außergewöhnlichsten Museen in Berlin

In einer Stadt mit über 170 verschiedenen Museen ist die Frage nach den außergewöhnlichsten definitiv eine Herausforderung für sich. Abgehalten hat mich das aber natürlich trotzdem nicht! Und so finde ich mich plötzlich inmitten des wohl vielfältigsten Museumskosmos Deutschlands wieder – auf der Suche nach dem besonderen Etwas.

Ob vom Blinden-Museum zum Buchstabenmuseum oder vom Klingenden Museum zum Stillen Museum – in Berlin gibt es wahrlich nichts, was es nicht gibt. Vor allem aber gibt es hier das, was es woanders nur selten und bisweilen sogar gar nicht gibt, und gerade das macht mir die Entscheidung schwer.

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Island für Anfänger

Wir sind da!

Die erste Tat nach der Ankunft am Flughafen Keflavik ist der Kauf einer isländischen SIM-Karte. Die zweite Tat nach der Ankunft folgt sogleich: Es ist der verzweifelte Versuch, die isländischen Anweisungen zu befolgen, um die SIM-Karte aufzuladen. Eine sonderbare Sprache, die wir ohne Hilfe von Dritten wohl niemals knacken können.

Gefühlte 3 Jahre später – der erste Anruf: „Autovermietung – ihr könnt uns jetzt bitte abholen.“ Gefühlte 4 Jahre später: Wir werden abgeholt und zum etwas entfernten Außenposten des Vermieters gebracht.

And the winner is: Ein Toyota Yaris! 10 Jahre alt, 0 PS, hier und da eine Schramme, und ein leerer Tank. Wider Erwarten schaffen wir es zur nächsten Tankstelle, und dann geht es endlich los:

„Auf nach Grindavik!“ Weiterlesen →

Der verborgene Ochsenweg

Traurig aber wahr! 20 Jahre und ein Besuch aus England waren nötig, um meine Aufmerksamkeit auf den historischen Ochsenweg zu lenken, obwohl ich tagtäglich eine seiner vielseitigsten Teilstrecken befahre. Immerhin versteckt sich auf den doch eher öde erscheinenden 40 Kilometern zwischen Flensburg und Schleswig so mancher spannende Zeitzeuge der nunmehr 4000 jährigen Geschichte des Ochsenweges, an dem sich ein Zwischenhalt mehr als lohnt. Und ich gebe es gerne zu – ohne den weisen Rat der Bibliothekarin, einmal einen Blick in das Buch »Von Wegen – Das Buch zum Ochsenweg« zu werfen, wären meine Freundin und ich getrost an einem Großteil der Sehenswürdigkeiten vorbeigerauscht. Aber jetzt konnte uns ja nichts mehr passieren; und so zogen wir los – die ahnungslose Eingeborene, die neugierige Touristin und das schlaue Buch. Weiterlesen →

Annine Fuchs

Annine FuchsAnnine Fuchs wurde 1985 in Flensburg geboren und gehört der dänischen Minderheit in Deutschland an. Während ihres Studiums der Klassischen Archäologie in Kopenhagen und Berlin sammelte sie Erfahrungen in den angrenzenden Fachdisziplinen Alte Geschichte, Paläopathologie und Archäobotanik, und nahm an Ausgrabungen in verschiedenen europäischen Ländern teil. Weiterlesen →

30 Jahre Hess Innenarchitektur

30 Jahre Hess Innenarchitektur. Buchcover

„Susanne Hess ist beides, sie ist eine Meisterin der Genauigkeit und des glücklichen Wurfs, des Abwägens und des Wagens. Ich kenne sie, wie sie brütet über Entwürfen von Räumen, von Texten. Und ich kenne sie, wie sie Räume mit ihrem Wesen ausfüllt und Geschichten zu erzählen weiß wie sonst wenige. Auch ihre Räume haben Geschichten zu erzählen. So detailgenau und überlegt sie geschaffen wurden, sind sie Hülle und Halt für das Leben, das in ihnen entsteht: die Geschichte ihrer Bewohner.″

Aus dem Vorwort

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30 Jahre Hess Innenarchitektur

30 Jahre Hess Innenarchitektur. Buchcover

„Susanne Hess ist beides, sie ist eine Meisterin der Genauigkeit und des glücklichen Wurfs, des Abwägens und des Wagens. Ich kenne sie, wie sie brütet über Entwürfen von Räumen, von Texten. Und ich kenne sie, wie sie Räume mit ihrem Wesen ausfüllt und Geschichten zu erzählen weiß wie sonst wenige. Auch ihre Räume haben Geschichten zu erzählen. So detailgenau und überlegt sie geschaffen wurden, sind sie Hülle und Halt für das Leben, das in ihnen entsteht: die Geschichte ihrer Bewohner.″

Aus dem Vorwort

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Der Alte Friedhof von Buttstädt

Der Alte  Friedhof von Buttstädt. Buchcover

Noch ist er ein wenig bekanntes Juwel im Weimarer Hinterland: Der historische Friedhof von Buttstädt. Manche nennen ihn Camposanto, weil die Renaissance-Anlage an italienische Vorbilder erinnert; vielleicht aber auch einfach wegen ihrer feierlich-heiteren Atmosphäre. Baugeschichtlich ist der von zwei lichtdurchfluteten Arkadenhallen gesäumte Begräbnisplatz ein enger Verwandter des bekannten Halleschen Stadtgottesackers und des Eislebener Kronenfriedhofs. Sein umfangreicher Bestand repräsentativer Grabmale der Renaissance, des Barock, des Klassizismus und der Romantik ist in der Region einzigartig. Seit Anfang der neunziger Jahre wird der Friedhof unter der Federführung eines örtlichen Fördervereins instand gesetzt.

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Susanne Hess: Die Begleiterin

Susanne Hess: Die Begleiterin. Buchcover

„Ich wurde nicht mehr krank, um beim Feuer, im Licht schlafen zu dürfen. Ich musste nicht mehr in die Schlafkammern der Bauern unter ihre schweren Federbetten flüchten, wo mich meine Begleiterin nicht fand. Ich verbot mir nicht mehr das Lachen, für das meine flüsternden Dämonen ihren nächtlichen Tribut gefordert hatten. Hinter der nächsten Ecke lauerte keine Gefahr mehr – le coq est mort, der Hahn ist tot.”

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Eckehard Pistrick: Versteckte Stimmen

Eckehard Pistric, Versteckte Stimmen. Buchcover

„Im Zickzack jagen wir über den steinigen Pfad ins Tal, euphorisiert von einer bis zum Anschlag aufgedrehten Klarinettenmusik. Die Melodien drehen sich und drehen sich. Der Taxifahrer zückt eine Flasche Raki, trinkt sie in einem Zug und wirft sie gegen seine Frontscheibe. Bin ich in einem Kusturica-Film? Aber alles ist echt. ”

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