Land, das einmal war

Eine sommerliche Reise durch Siebenbürgen

Das Überschreiten der ungarisch-rumänischen Grenze lässt sich tatsächlich so an, dass man denkt, worauf habe ich mich da nur eingelassen, so einen Ort wie dieses Arad, den gibt es doch überhaupt nicht, da können doch gar keine Menschen leben, aber dann gewöhnt sich das Auge an Schlaglöcher, Schmutziggrau und an das nicht abreißende Menschenunterwegs schneller als man denkt, sagen wir in ungefähr zehn Minuten, und wenn es gerade eingetaucht ist in das Gewimmel, dann geht es auch schon wieder hinaus aus dieser nicht kleinen und nicht großen Industriestadt im westlichen Rumänien, in der die Menschen anscheinend Dringenderes zu tun haben, als sich um Springbrunnen und Geranienblüte zu bekümmern.

In Arad liegen die Eingeweide bloß. Blutig und stinkend, derweil sind Menschen in Sonntagskleidern zu einem Rockkonzert unterwegs über das holprige Pflaster, high heels und Miniröcke tanzen anmutig an Bergen von Unrat vorüber als sei diese Kulisse das Natürlichste auf der Welt, etwa ein romantischer Sonnenuntergang. Und natürlich ist sie das Natürlichste auf der Welt, auf jeden Fall nicht unnatürlicher als, sagen wir, die Fifth Avenue, und ich denke den beruhigenden Gedanken, dass alles Menschenmögliche, sich auch hier ereignet. Ein Paar wird sich heute Abend finden und eins sich für immer verlieren. Eine große Ungerechtigkeit wird begangen werden (es geht nicht anders) und eine kleine Geste wird einem Untröstlichen im Augenblick die Illusion der Versöhnung schenken. Jemand schaut fern an diesem Juliabend, jemand betrinkt sich aus Übermut oder Trauer, ein anderer schreibt vielleicht eine kleine, unbeholfene Poesie, oder ist es gar ein großes Gedicht? Arad ist ein Name unter vielen und eine Möglichkeit, nicht besser und nicht schlechter als jede andere.

Wir sind aber nicht ausgestiegen und haben diese Stadt nicht besichtigt, in der kein vernünftiger Mensch seine Ferien verbringen würde. Was ich sah, sah ich durchs halbgeöffnete Autofenster: vielleicht habe ich es aber auch nur geträumt –

Auf jeden Fall ist die Stadt mit einem Schlag zu Ende, wie abgeschnitten ohne große Sorgfalt, ein wenig ausgefranst an den Rändern. Stille und Felder beginnen: bewirtschaftet oder brachliegend, Weideland ohne Vieh. So wird es nun immer weitergehen auf unserer Reise gen Osten. Dann und wann, am Straßenrand Menschen, die bearbeiten die Erde mit altertümlichem Gerät oder sind, den Spaten geschultert, unterwegs nach irgendwohin, oder sie ruhen sich aus als locker gelagerte Gruppe oder mutterseelenallein. Manchmal schaut einer auch einfach nur in die Luft, und man fragt sich, wer den am Abend wieder abholen mag aus seiner Gottverlassenheit. Einmal spielen drei Mann an einem kleinen Tisch Karten in so einem Niemandsland. Und legen sich auf die Nacht zum Schlafen unter den Tisch und spielen beim Aufwachen weiter bis es anfängt zu regnen oder bis es Winter wird. Aber vielleicht spielen sie auch weiter, wenn es regnet und wenn es Winter wird. Niemand hat diese Geschichte erfunden. Sie ereignet sich einfach: ist es ein Zufall, dass ausgerechnet ein Rumäne das absurde Theater erfand?

Nur – wir möchten heute Abend in diesem Stück lieber nicht mitspielen, nicht unter einem Tisch schlafen, Karten spielen und warten bis es Winter wird. Die kahle Sängerin haben wir im Quartier Latin auf dem Theater gesehen, und jetzt sind wir müde und gäben nicht alles, aber so ziemlich alles für ein ordentliches Bett und eine funktionierende Dusche.

Das verrostete Schild mit der Aufschrift Pensiune ist zwar nicht eben verlockend, aber das einzige seiner Art im Umkreis von hundert Kilometern. Wir haben also gar keine Wahl und biegen vorschriftsmäßig links ab, der Schotterweg führt direkt in einen Wald, kein Schild mehr, keine Wegmarke; dass sich ausgerechnet hier eine Pension verstecken soll, ist mehr als unwahrscheinlich. Ein mulmiges Gefühl macht sich breit, das die Stimmung bereits kippen lässt, ehe die Befürchtung noch eintreten kann.

Dann, plötzlich, eine scharfe Kurve, und Musik ertönt, Balkanpop, diese disparate Mischung aus westlichen Klängen und orientalischen Rhythmen, und mit einem Mal ist es taghell wie in einem Fußballstadion. Unvermittelt finden wir uns wieder in Hollywood: die Pension und ihren Garten säumen weiße Betonzäune mit aufgespießten Löwenköpfen, Engeln, Putten, Zwergen und mythologischen Gestalten. Meterhohe Blumen blühen auf akkurat ausgemessenen Feldern, die verströmen jetzt, am späten Abend, einen wahrhaft betörenden Duft. Es ist, wie wir später erfahren, die berühmte Königin der Nacht, bei Tag ein ganz unscheinbares Geschöpf. In einem türkisfarbenen swimming pool tummeln sich nächtliche Schwimmer, auch sie umgeben von bunten Blumenrabatten, über allem Musik, eine Atmosphäre, so unwirklich-märchenhaft, dass es nicht schwer fällt, sich nach einem langen Reisetag einfach fallen zu lassen in den amerikanischen Traum desjenigen, der sich diesen bizarren Ort ausgedacht hat als Einspruch gegen die Wirklichkeit oder aus keinem besonderen Grund. Vom swimming pool aus blickt man auf ein strombetriebenes Bild der Niagarafälle, deren Wasser unendlich rinnt. Am nächsten Morgen, als ich auf der Terrasse vergeblich auf ein Frühstück warte, stehen die Wasser still und die Königin der Nacht ruht sich mit leicht zur Seite geneigtem Blütenhaupt von den Anstrengungen der Schönheit aus.

Die Musik hört aber niemals auf zu spielen und noch im Winter, wenn Schnee fällt, bedienen junge Kellnerinnen in kurzen Röcken steinerne Gäste unter den hell erleuchteten Niagarafällen: ein solcher Ort ist diese namenlose Pensiune, irgendwo in einem Waldstück zwischen Arad und Deva. Man weiß nachher nicht mehr mit Sicherheit, ob man sie sich nicht doch vielleicht nur ausgedacht hat –

Es soll aber konkreter werden.

Unser Reiseziel ist Siebenbürgen, ein Landstrich, von dem, seit die Sachsen im Laufe der neunziger Jahre fortgezogen sind, fast nur noch der altertümliche Name überlebt hat. In Christian, zu deutsch Großau, lebten bis zum kollektiven Exodus an die 3000 Deutsche, heute sind es noch ungefähr siebzig, zumeist ältere Menschen. Der Rest ist in Deutschland. Glücklich oder unglücklich: wer hier im Sommer mit einem großen Wagen und teuren Geschenken vorfährt, wird sich hüten, den Zurückgebliebenen sein zerrissenes Innen zu offenbaren: das Geheimnis eines jeden Ausgewanderten, der aus Not oder Abenteuerlust sein Glück in der Fremde suchen ging. Nur an den Rändern wird erahnbar, wie die Heimat im Magen drückt. Herr B., ein schwergewichtiger Unternehmer um die fünfzig, der sich schon zu Beginn der achtziger Jahre unter Schwierigkeiten die Ausreise aus Rumänien erkämpfte, kauft in dem kleinen Dorfladen von Großau 12 Kilo Schafskäse für zu Hause in Bayern. Er friert ihn ein, das funktioniert, so hat er Vorrat bis zum nächsten Sommer, denn etwas anders als Ferien in der alten Heimat komme für ihren Mann niemals in Frage, sagt seine Frau und fügt hinzu, dass sie mit alledem längst abgeschlossen habe. Sie braucht den Käse nicht und die Blaubeeren, den unverwechselbaren Geschmack, den man aber nicht wieder finden kann.

Das Pfarrhaus und die Kirchenburg von Großau hält eine alte Frau in Ordnung. Ihre Kinder sind hier geblieben, der Sohn verdingt sich als Tagelöhner, schwere Zeiten, ja, aber für die junge Katze mit gebrochener Pfote, die wir draußen auf der Straße gefunden haben, ist hinter den hohen Mauern der alten Kirchenburg dennoch Platz. Man ist es hier gewohnt, dass es immer noch schlimmer kommt. Davon zeugen die Sprüche in den Kirchen und unter den Hausgiebeln: Undank ist der Welt Lohn. Diese Bitterkeit, die hochmütig ein Leben voller Entbehrungen als einzige Möglichkeit beschwört. Gott gebe allen die mich kennen, zehn mal mehr als sie mir gönnen. Es ist der protestantische Geist des Ertragens, des Aushaltens bis ans ersehnte Ende des traurigen Erdendaseins.

Wie haben sie es hier nur jahrhundertelang miteinander aushalten können, die gottergebenen Deutschen, die sinnenfrohen Rumänen und die Roma, die in jedem Dorf die elende coda der sozialen Stufenleiter bilden?

Es hat aber geklappt, wenn man darunter verstehen möchte, dass hier keine Zeit war für Utopien. Auf die eine oder andere Weise, so erzählen uns die Leute, habe man sich halt arrangiert. Demokratisch ging es dabei freilich nicht zu. Doch solange jeder seinen Platz akzeptierte war doch ein – wenn auch fragiles – Gleichgewicht in diesem Gefüge aus apriorischer Ungleichheit. Die einen mögen ihr schlechtes Gewissen fortgebetet, die anderen ihr Elend davongetrunken haben. Und tun es noch immer, die Roma, samstagabends in der Dorfkneipe von Scharosch. Glas Theke Schnaps: dies sind die minimalen Requisiten für einen veritablen Vollrausch. So ist es immer gewesen, man kennt es nicht anders. Zierpflanzen, Kerzen und bunte Sonnenschirme braucht hier niemand. So hart und unbequem wie das tägliche Leben ist auch das feiertägliche Vergnügen.

Laut schallt Musik und Gelächter in die Sommernacht und einer der nächtlichen Zecher sieht aus und trägt sich mit seinem schrägen Hut tatsächlich wie ein leibhaftiger König.

Nur der alte Mann trinkt nicht.

Er ist gegen den Strom geschwommen, ist geblieben als alle anderen fort gingen und ist nun mit seinen sechzig Jahren das jüngste Mitglied einer sterbenden Gemeinde. Wenn einer von ihnen stirbt, braucht er mindestens zwei Männer, um die Totenglocke zu läuten – wer wird das noch für ihn besorgen? Es ist eine Aura von Melancholie um Wilhelm B. als er uns seine Kirche zeigt. 500 Deutsche waren sie am Ort bis innerhalb von knapp zehn Jahren eine 700jährige Kultur sang- und klanglos unterging. Zum sonntäglichen Gottesdienst trugen die Menschen prächtige, reichbestickte Kirchenkleider, die nun in einer verstaubten Truhe im Pfarrhaus lagern; auf den Bänken in den vordersten Reihen liegen gerade noch ein Dutzend verblichene Sitzkissen, der Gottesdienst wird nur noch unregelmäßig abgehalten. Wilhelm B. hat sich, seit er viel allein ist, seinen eigenen Reim auf die Zeitläufte gemacht. Es sind Endzeitphantasien, in denen der Teufel eine Rolle spielt und dessen blinde Zerstörungswut.

Im so genannten Speckturm, einem gut belüfteten, doppelgeschossigen Gebäude neben der Kirche, sind noch die Haken, an denen die Leute ihre Speckseiten aufbewahrten. Eine, längst ranzig geworden, die in der Eile des Aufbruchs vergessen wurde, hängt noch da als Symbol des Vorbei. Der alte Mann, gewohnt aus der Not eine Tugend zu machen, sieht das anders, Seife könne man aus ihr noch kochen, sagt er, schließlich sei es doch schade, sie einfach so verkommen zu lassen.

Das ist, was ihm bleibt: das Leben seiner Vorfahren zu Ende zu leben, Undank ist der Welt Lohn und die Erde ein Jammertal. Natürlich ist er in Deutschland gewesen, natürlich weiß er von den Bequemlichkeiten des Lebens dort, doch habe er niemals mit dem Gedanken gespielt, Scharosch zu verlassen. Er sei nicht verzweifelt, wisse er doch Gott an seiner Seite. Diese Gewissheit hilft ihm durch seine langen einsamen Tage.

Als ich ihn am letzten Abend besuche, stehen in seinem Garten ein Tisch mit altem Wachstuch, zwei Stühle, eine Flasche und zwei Gläser bereit für den fremden Gast. Nun trinken wir doch, selbst gekelterten Wein, ein schweres, saures Getränk, dessen Geschmack keine Erinnerung an irgendetwas in mir wachruft.

Ein verlorenes Gefühl.

Romakinder – (c) Stefanie Golisch

Wer erinnert sich der Toten?

Auf den Friedhöfen in Siebenbürgen wächst das Gras ungestört. Derjenige, der dafür bezahlt wird, Ordnung zu schaffen, hat keine Zeit, oder man hat vergessen, ihn überhaupt zu beauftragen. Nur der alte Mann weiß noch die Geschichte von Susanna, die Selbstmord beging, als ihr Baby noch keinen Monat alt war, es ist lange her und heute kauft man sich seinen Grabstein auf dem Markt von Fogerasch. Hier stehen sie, schneeweiß und blank poliert, gleich neben braunen Postermöbelgarnituren im Stil der siebziger Jahre. Die Preise, in Euro angegeben, sind außerordentlich günstig.

Nur in Deutsch-Weisskirch, einem kleinen Dorf zwischen sanften Hügeln, herrscht Aufbruchstimmung.

Die Romafrauen sitzen vor ihren Häusern, allein oder in Gruppen, Socken strickend, die werden vor Ort von ihren Kindern verkauft und dank einer privaten Initiative sogar in Deutschland. Die Fassaden der alten Bauernhäuser leuchten in lichtem Blau an der grauen Schotterstraße, und es gibt sogar eine Art winziges Café, das von einem deutschen Ehepaar betrieben wird, das sich im Gegenzug zum Exodus der Sachsen vor einigen Jahren hier angesiedelt hat. Die besonders schöne Kirchenburg des Ortes steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes, und kein Geringerer als Prinz Charles von England ist in den vergangenen Jahren persönlich hier gewesen und hat für ihren Erhalt gespendet. Auch hier sind die meisten gegangen, nur eine Familie ist geblieben. Und ihrem Einfallsreichtum und unermüdlichen Engagement ist es zu verdanken, dass in Viscri, so heißt das Dorf auf rumänisch, die Uhren anders gehen. Während die Tochter der Familie, eine Studentin, uns von der bewegten Geschichte der Kirchenburg erzählt, macht sich ein Fotograf des National Geographic angeregt Notizen. Er plant, sagt er, für den Herbst eine Fotoreportage.

Ja, es ist gut und richtig, dass sich etwas bewegt in Siebenbürgen, aber es ist auch gut und richtig, dass es sieben mal sieben Jahre lang schlafen möge im Schatten alter Bäume.

Land, das einmal war.

Die holprigen Straßen, die die einzelnen Dörfer miteinander verbinden, die Pferdekarren, die Menschenhaufen am Wegesrand, die Stille, plötzlich ein junges Mädchen in einem bunten Sommerkleid, das allein auf weiter Flur lautstark in ein Handy spricht und dabei wild gestikuliert. Ein junger Mann aus Scharosch, der am Priesterseminar von Hermannstadt studiert, hat das Vaterunser in sechs Sprachen auswendig gelernt, er sagt es uns auf in der einfallenden Dunkelheit, sechsmal, einschließlich des griechischen Urtextes. Herr Klaus B. aus Liechtenstein, Historiker seines Zeichens, ist seit Jahr und Tag unterwegs in den Hügeln Siebenbürgens. Er fertigt, detailverliebt, Zeichnungen der Kirchenburgen an, jedes Jahr schafft er vier oder fünf; an die 250 Kirchenburgen gibt es insgesamt in Siebenbürgen. Das Mädchen, das ihn begleitet, ein Halbzigeunerin, ist in ihrem altmodischen Kleid eine Schönheit aus einer anderen Welt. Zwar kann sie der deutschen Unterhaltung nicht folgen, doch Ungeduld ist ihr deshalb nicht anzumerken.

Dann ist wieder Samstagabend.

Mit den Zigeunern in der Dorfkneipe trinkt auch der orthodoxe Pfarrer von Scharosch, und spielt Karten bis spät in die Nacht. Wieder einmal trinkt er mehr als ihm zuträglich ist, und die Roma treiben ihren Schabernack mit ihm. Am nächsten Morgen kann er sein Messgewand nicht finden. Der Gottesdienst in der kleinen orthodoxen Kirche fällt entsprechend kurz aus, er vergisst die Predigt, aber die beiden Sänger singen dafür umso inniger, derweil ein paar alte Weiberlein ergeben auf den Knien liegen. Den Rest des Sonntags verschläft das Dorf, bis am Abend um Punkt neun Uhr Peitschenknallen ertönt und die Kühe, eine nach der anderen, in ihre Ställe zurückfinden. Ein paar Romakinder bestehen darauf, fotografiert zu werden, sie geben mir ihre Adresse, ich muss es ihnen schicken, das Foto, doch es verschwimmt mir aus Ungeschicklichkeit, und die sehr ernsthaft dreinblickenden Kinder sehen darauf seltsam zeit- und ortlos aus.

Rückfahrt.

Da ist noch jenes Dorf, unvergessen, in dem entlang der Schotterstraßen Paläste blühen.

Wilde, ungereimte Phantasien von Schönheit und Reichtum auf sieben, acht Stockwerken. Pagodenförmige Dächer. Kristallkuppeln, Silber und Gold, Erker und Türme. Einer hat als Dachschmuck einen überdimensionalen Mercedesstern, ein Glücksbringer? Nach dieser Insignie von Geld und Erfolg gehen also die Sehnsüchte derjenigen Roma, die in der Fremde auf die eine oder andere Weise zu Reichtum gekommen sind.

Man kann diese Paläste nur verwundert amüsiert entsetzt in Augenschein nehmen. Unmöglich, sich mit ihnen in Beziehung zu setzen. Sind sie schön? Hässlich? Müsste ein solcher Auswuchs nicht überhaupt verboten werden?

Fragen über Fragen. Das Schwerste: die Widersprüche hinzunehmen wie Jahreszeiten.

Das Letzte, was ich aus Rumänien mitnehme ist das Bild eines verrückt gewordenen Pferdekarrens: ein harmloser Fußgänger, vom unerwarteten Geschwindigkeitsrausch des altersschwachen Fahrzeugs unversehens an den Straßenrand gedrängt, stolpert und fällt, woraufhin der Bauer und seine Frau sich ausschütten vor Lachen, und während sie ihr Pferd immer weiter antreiben, scheint es, als wollten sie aus dem Lachen gar nicht wieder herauskommen –

Schreibe einen Kommentar